Black Rock Pride

Safari – Tag 4

Der heutige Vormittag steht ganz und gar im Zeichen der Löwen. Wir fahren noch früher als sonst los zu den Black Rocks. Das ist etwas weiter weg in der Nähe der tansanischen Grenze. Hier gibt es ein besonders großes Löwenrudel mit mindestens 15 Tieren und drei mächtigen Löwenmännern: Benna, Olkiti und Longo. Longo ist der größte von allen. Benna hat schon viele Kämpfe ausgefochten und trägt deren Spuren: er hinkt, hat nur noch ein Auge und seine Nase war bestimmt auch schon mal schöner. Jetzt kämpft er nicht mehr, er hat stark gelitten. Aber seine Brüder Olkiki und Longo und seine fünf Söhne verteidigen ihn. Seine Mädels jagen für ihn – also ist für ihn gesorgt. Mag sein, dass er so noch eine Weile durchhält.

Wir beobachten das Rudel eine ganze Weile. Das sind die bislang aktivsten Löwen, die wir gesehen haben. Sie diskutieren, sie balgen und spielen und sie schmusen auch miteinander.

Kigelia oder Sausage Tree

Irgendwann reißen wir uns los von der großen Familie und suchen eine Stelle, wo wir frühstücken können. Auf dem Weg sehen wir einen seltsamen Baum. Es sieht aus, als wachsen hier fertige Würstchen, die nur noch gebraten werden müssen. So nennt man ihn auch: „Sausage Tree“ – ein Kigelia, wie ich nachgelesen habe. Aus den Früchten brauen die Maasai ein alkoholisches Getränk.

Auf der Rückfahrt ins Camp begegnen uns verliebte Giraffen, eine Straußenfamilie, etliche Zebras und eine große Elefantengruppe.

Die Nachmittagstour führt uns wieder in das näher gelegene Kissinja Gebiet. Wir treffen auf zwei Geier, die fotogen am Straßenrand auf einem Busch hocken und auch nicht fortfliegen, als wir anhalten.

Etwas weiter sehen wir einen Sekretärvogel der mit langen Schritten durch die Wiese stelzt. Und dann – wie könnte es anders sein – wieder ein Löwenrudel – das Kissinja Rudel. Heute sind sie etwas aktiver als sonst und es gelingen ein paar schöne Fotos.

Auf dem Rückweg muss Tony ein paar mal halten, weil der Himmel so schön aussieht.

Im Camp erwartet uns eine Überraschung: Heute abend dinieren wir im Busch! Also heißt es schnell die schweren Fotokoffer loswerden und ab in den Jeep zum Essen. Im Busch ist aufgedeckt – ein Lagerfeuer brennt und der Koch steht hinter dem Buffet. Endlich sehen wir ihn mal und können ihm persönlich danken, dass er uns so gut versorgt.

Ich hatte hier weder Kamera noch Handy dabei, daher gibt es davon keine Bilder.

Fortsetzung folgt…