Kenia

Anfang Januar 2019 unternehme ich eine einwöchige Reise nach Kenia, um in der Maasai Mara wilde Tiere zu fotografieren. Auf die Idee gebracht hat mich ein befreundeter Fotograf – Lars Beusker – der bereits zweimal vorher in Kenia war und dessen Tierfotos mich stark beeindruckt haben. Er hat auch diese Reise organisiert und fährt selber mit, um weiter an seiner Wildlife Fotografie zu arbeiten.

Wir fliegen von Amsterdam, acht Stunden Flugzeit. Kenia hat eine andere Zeitzone – sie sind uns zwei Stunden voraus. Da wir erst um 22 h Ortszeit ankommen, haben wir eine Übernachtung in Nairobi geplant. Hier werden wir am anderen Morgen von einem Guide abgeholt.

Blick aus dem Hotelfenster in Nairobi

Das Easy-Hotel ist recht einfach, aber sauber und die Betten sind gut, und das für einen Preis von knapp 60 € mit Frühstück. Da kann man nicht meckern.

Pünktlich um halb neun ist Edward da mit einem kleinen Reisebus für acht Personen. Er wird uns an unser Ziel bringen – das Zebra Plains Mara Camp in der Nähe von Telek. Das ist irgendwo im Nirgendwo. Es sind nur 275 km, aber wegen der „Straßen“ dauert die Fahrt 6 Stunden.

Von Nairobi gibt es fast bis Narok eine asphaltierte Straße, danach ist es nur noch Schotterpiste. Ich fühle mich wie ein Reiter, werde stundenlang ordentlich durchgeschüttelt. Am Weg sieht man hin und wieder kleine Ansiedlungen mit einfachsten Häusern, die meist mit Wellblech gedeckt sind. Wie heiß es darin wohl wird? Wir sind ja in der Nähe des Äquators.

Hinter Narok gibt es ab und an ein Stückchen fertige Straße, aber kaum hat man sich gefreut, sind wir zurück auf der Schotterpiste. Aus dem Fenster sehe ich die neue Eisenbahn – sie ist noch im Bau und noch lange nicht fertig. Hier sind die Chinesen sehr aktiv. Sie bauen sowohl die Eisenbahn als auch die neue Straße, lt. Aussage unseres Guides nicht gut, aber billig. Brücken gibt es selten. Flüsse überwinden wir durch die Furten. Erstaunlich, was diese Fahrzeuge leisten können!

https://zebraplainscollection.com/mara-camp

Gegen halb drei erreichen wir endlich das Camp. Nach einem Begrüßungsdrink zeigt man uns unsere Zelte. Das sind große Hauszelte mit allem Comfort. Jedes Zelt ist durch ein wenig Buschwerk geschützt und abgetrennt von den anderen. Aus dem Fenster hat man einen Ausblick direkt in die Savanne mit all ihren wilden Tieren.

Wir werden ermahnt, nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr allein draußen zu sein. Für jedes Zelt ist ein Maasai abgestellt, der die Gäste bei Dunkelheit zum Gemeinschaftsraum und zurück bringt.

Das Innere ist richtig edel. Großes Bett mit Moskitonetz, Sessel, Schreibtisch… eigene Toilette, eigene Dusche, Stromversorgung – also alles, was man braucht.

Um 16 Uhr soll bereits die erste Ausfahrt stattfinden, darum spute ich mich, meinen Koffer auszupacken und meinen Fotokoffer zu bestücken. Ich bin schon sehr gespannt.

Am wichtigsten ist das Tele, hier 70-200 mm / 2,8 von Tamron

Fortsetzung: Die erste Ausfahrt